Gemeinsam essen wichtig für Kinder


Familienmahlzeiten sind gesund
Gemeinsam essen wichtig für Kinder

Essgewohnheiten entwickeln sich bereits früh in der Kindheit. Eine Studie zeigt nun, wie Eltern am besten eine gesunde Ernährung beim Nachwuchs fördern: durch gemeinsam eingenommene Mahlzeiten.

Ein Forscherteam aus Mannheim und Berlin zeigte in einer umfassenden Analyse von 57 Studien über das Essverhalten von Kindern: Je häufiger Familien gemeinsam aßen, desto gesünder ernährten sich die Kinder und desto weniger neigten sie zu Übergewicht und Adipositas. Dabei spielte es keine Rolle, ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen gemeinsam eingenommen wurde oder ob nur ein Elternteil oder die ganze Familie mit am Tisch saß.

Mahlzeitroutinen ebenso wichtig wie Essensqualität

„Eltern haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, was, wie und wie viel Kinder essen“, bilanziert die Studienautorin Mattea Dallacker. Neben der Qualität des Essens spielen dabei auch psychologische und Verhaltensaspekte eine Rolle. „Zum Beispiel könnten Mahlzeitroutinen wie etwa eine gute Mahlzeitatmosphäre oder ein positives elterliches Rollenvorbild die Ernährungsweise von Kindern verbessern“, erklärt die Studienmitautorin Jutta Mata. Familienmahlzeiten bieten zudem die Möglichkeit, Kinder schon früh an die Zubereitung gesunder Speisen heranzuführen.

Gemeinsame Mahlzeiten auch in der Schule

Da heutzutage oft beide Elternteile berufstätig sind, fehlt in vielen Familien die Zeit für regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten. Das Forscherteam ist daher der Ansicht, auch außerfamiliären Mahlzeiten müsse mehr Bedeutung zukommen – insbesondere in der Schule. Die Vorbildrolle der Eltern könnten hierbei die Lehrer übernehmen.

Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

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